MEINE MALA

Eine Mala ist eine indische Gebetskette und hat über das Yoga den Weg zu uns gefunden. Jede Gebetskette besteht aus 108 Perlen. Laut vedischer Lehre durchziehen 108 astrale vom Herzen ausgehende Hauptkanäle den feinstofflichen Körper; fast wie Nervenstränge oder Adern. Man sagt ein Mantra also 108-mal auf, damit jeder dieser Kanäle mit Energie versorgt wird. Die Schlußperle der Mala wird Guru oder Meru genannt, in ihr wird die Kraft alles ausgesprochenen Mantren gespeichert.

Im Lauf der Zeit lernt man beim Chanten seiner Mala immer besser kennen. Irgendwann werden einige der 108 Perlen vertraut wie gute Freunde. Und man fühlt genau, wo man steht und wie lange der Weg bis zur Guru- Bead noch dauert. Und wenn eines Tages die Kette reißt, sammelt man die Perlen ein und gibt sie in die Hände zurück, die sie einst so liebevoll aufgefädelt haben, um dies erneut zu tun. Das Leben ist ein Kreislauf.

Die Mala liegt über dem rechten Mittelfinger – der Zeigefinger (Egofinger) berührt die Mala nicht. Der Daumen verweilt während der Rezitation auf der Perle. Ist das Mantra beendet, wandert der Daumen zur nächsten Perle weiter und verweilt auch hier wieder über die Dauer des Mantras. So wird bis zur „Guru-Bead“ weiterverfahren. Sobald die Guru-Perle erreicht ist, wird nicht über die Guru-Perle gegangen, sondern die Mala umgedreht und man begibt sich auf den Weg zurück nach vorne.

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